1982 geboren, begann Julian Steckel im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel und zählt heute zu den gefragtesten und vielseitigsten Musikern seiner Generation.
Nach langen Jahren bei Ulrich Voss studierte Julian Steckel bei Gustav Rivinius in Saarbrücken, Boris Pergamenschikow in Berlin und Heinrich Schiff in Wien. Zurzeit vervollständigt er sein Studium bei Antje Weithaas in Berlin.
Julian Steckel gewann zahlreiche Wettbewerbe, darunter den Internationalen Domnick-Wettbewerb in Stuttgart, den Internationalen Lutoslawski-Wettbewerb Warschau und den Deutschen Musikwettbewerb in Berlin. Darüber hinaus ist er Preisträger der Wettbewerbe von Paris (Grand Prix Rostropowitsch), Berlin (Grand Prix Feuermann) und Kronberg (Pablo Casals Competition) und wurde mit dem Preis des Verbier-Festivals und mit dem Borletti-Buitoni-Trust Fellowship Award in London ausgezeichnet.
Als Solist konzertierte er mit dem Orchestre de Paris, den Rundfunksinfonieorchestern Berlin, Stuttgart, Frankfurt, Saarbrücken, Kopenhagen und Warschau, mit der Kremerata Baltica, dem Franz-Liszt Kammerorchester Budapest und den Züricher und Stuttgarter Kammerorchestern unter Dirigenten wie Sir Roger Norrington, Christopher Hogwood, Heinrich Schiff, Andrey Boreyko, Yuri Simonov, Christian Arming, Michael Sanderling, Yoel Levi und John Storgards.
Seine besondere Leidenschaft gilt der Kammermusik. Gemein trat er mit so renommierten Musikern wie Lars Vogt, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Isabelle Faust, Sarah Chang, Yuri Bashmet, Gustav Rivinius, Alexander Lonquich, dem Quatuor Ebène, dem Vogler Quartett, dem Guarneri Quartett und dem Talich Quartett auf und wurde von zahlreichen internationalen Festivals eingeladen, darunter vom Festival „Spannungen“ in Heimbach, den Festivals in Luzern, Ludwigsburg, Bonn, Schwetzingen, Zermatt, Mondsee, Cambrai und Menton. Weitere Auftritte als Solist und Kammermusiker führten ihn in die Berliner Philharmonie, das Konzerthaus Berlin, den Herkulessaal und die Philharmonie am Gasteig in München, die Laeiszhalle in Hamburg, den Salle Pleyel und das Théâtre du Châtelet in Paris, die Tonhalle Zürich, das KKL Luzern und das Seoul Arts Center. Am 19. April 2010 wird er sein Debut in der Alice Tully Hall im Lincoln Center in New York geben.
Seine Aufnahme aller Werke für Cello und Klavier von Mendelssohn-Bartholdy für Avi-Music, gemeinsam mit seinem ständigen Duo-Partner Paul Rivinius wurde von der Fachpresse einhellig als Referenzeinspielung gefeiert und international mehrfach ausgezeichnet.
2010 wird seine Aufnahme der Cellokonzerte von Goldschmidt, Korngold und Blochs „Schelomo“ mit der Rheinischen Philharmonie Koblenz unter der Leitung von Daniel Raiskin erscheinen. Mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin wird er das Cellokonzert von Dallapiccola einspielen.
Julian Steckel ist Mitglied des Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado.
Er spielt ein Instrument von Urs W. Mächler (Speyer 2005).